Eine kleine Anekdote aus dem Leben

  Meine Damen, meine Herren, was ich Ihnen heute erzähle ist kaum zu glauben, aber es hat sich wirklich zugetragen. Ich spreche nicht von Fiktion, erzähle hier kein Märchen, nein. All das hat sich so zugetragen, wie ich es Ihnen nun schildern werde. Ich fange an, dabei, ich arbeitete bis spät nachts, kam um halb vier morgens nach Hause. Höflich bedacht, schlich ich auf Zehenspitzen, schloss leise die Türe um die anderen nicht zu wecken. Doch am Morgen, ich hatte 4 Stunden geruht, ging der ganze Ärger los. Die Türen knallen, wie so oft auch spät am Abend, laute Musik dröhnt durch das Haus. Wer hält denn das noch aus? Ich stand also auf, was will ich noch schlafen, bei dem Krach, dem Lärm so laut wie im Stadion. Es nimmt kein Ende, keineswegs. Alles wegen einer offen stehenden Tür, stellen Sie sich das vor meine Damen und Herren. Ein Zinnober wegen einer Tür. Sicherlich können Sie sich den Kindergarten darunter vorstellen. Es gibt hier so Tyrannen, die lose von Charakter, lästern und doch so viel schleimen, dass man einen Eimer immer parat zu haben braucht. Der Hausherr ist ne Flasche, vielleicht bumst er ja auch nur gerne, wer weis. Und Beleidigungen darf ich mir anhören, soll ich werte Damen doch am Arsche lecken, doch nun ja, wie soll ich sagen. (Räusper) Schokolade ist mir lieber, außerdem wozu hat man denn Klopapier erfunden? Nicht zu vergessen die Schmarotzer und die Leute, die einem Teller auf die Treppe stellen, zu feige sie zu bringen. Soll ich mir den Arsch denn brechen? Vielleicht zum Vorteil für die Dame, trotzdem zum Nachteil des Herren, denn der dürfte ordentlich blechen. Für IHN, meinen Allerwertesten. Wie lange soll ich dem Treiben noch beiwohnen, soll ich zusehen? Vielleicht hol ich mir Rate beim Amte oder bei den Grünen, in den schönen Jacken. Wann kehrt Frieden ein, wohl niemals. Wer weis ob sie es lesen solch Proleten oder gar schon bei der Überschrift zerfetzten, ist mir gleich. Weil ein Kindergarten nun mal ein Kindergarten bleibt und wer nicht aufhört zu spielen, geht auch nicht nach Hause um zu ruhen.

 

Hochachtungsvoll,

A. Wettstein

 

 

 

 

© Gina (06. november 2010) 

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