Sieg und Niederlage

Mühsam erklimme ich den Berg mit Fleiß.

Ich verliere nicht die Hoffnung,

kämpfe mich durch.

Noch ein paar Meter,

es ist nicht mehr weit.

 

Ich erklimme die Spitze,

Atme tief ein und aus.

Endlich habe ich mein Ziel erreicht.

Ich blicke hinunter,

fühle mich stark.

Jubel umgibt mich,

sie treiben mich an.

Ich recke die Brust aus,

richte mich auf.

Fühle mich als Gewinner, als Held.

Ich sule mich im Glanze des Sonnenlichtes,

Ergötze mich im Siege.

 

Doch dann ...

Die Erde bebt,

der Boden bricht.

Langsam beginnt er Stück für Stück zu bröckeln.

Große Stücke des Berges brechen weg,

mein Fuß gleitet ab.

Noch bin ich fähig,

das Gleichgewicht zu halten.

Und doch,

ich falle,

falle tief ins schwarze Loch.

Es verschluckt mich,

umschließt mich,

nimmt mich in sich auf.

Es lässt mich nicht mehr aus,

für immer.

 

 

 

 

 

 

 

© Gina (30. oktober 2010)


 

 

 

 

 

 

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